Fachbeiträge
Saugferkelnarkosen – welche kritischen Punkte sollten beachtet werden? Ferkel müssen kastriert werden, um Ebergeruch zu vermeiden. Es gibt mehrere zugelassene Narkoseverfahren für die Saugferkelkastration. Da bei allen Verfahren Fehler auftreten können, zeigt der Bericht die möglichen Ansätzen die Fehlerquellen auf, um Tierverluste sowie Gesundheitsschäden bei Menschen und Tieren zu verhindern. Autor: Dr. Anja Rostalski, Quelle: LKV Magazin Heft 3, S. 51-53.
Mykotoxinen auf der Spur-Was müssen wir untersuchen? Bedingt durch den Klimawandel ist in Zukunft eine zunehmende Kontamination getreidebasierter Futterrationen mit Mykotoxinen wie Deoxynivalenol (DON) und Zearalenon (ZEA) zu erwarten, die eine potentielle Gefahr für die Gesundheit unserer Schweine darstellen. Im Rahmen der Projekte des TGD werden daher jedes Jahr Mischfutterproben und Einzelfuttermittel auf ihre mikrobiologische und mykotoxikologische Beschaffenheit untersucht, wobei der Schwerpunkt der Mykotoxindiagnostik auf den Leittoxinen DON und ZEA liegt. Im Erntejahr 2023 konnte mit dem verwendeten ELISA-Test in Mischfuttermitteln nur in ca. 5% der Fälle DON in einer Konzentration >1mg/kg Futter nachgewiesen werden, ZEA war in fast allen Proben unterhalb der Nachweisgrenze. In Einzelfuttermitteln war DON allerdings häufiger nachweisbar, in Einzelfällen auch ZEA. In Zusammenarbeit von TGD, Fleischerzeugerring Niederbayern und Ferkelerzeugerring Landshut wurden im Rahmen einer Studie zu Nekrosen bei Ferkeln Blut- und Urinproben von 100 Zuchtsauen aus zehn spezialisierten Ferkelerzeugerbetrieben genommen und mittels ELISA auf die Anwesenheit von DON und ZEA untersucht. Zusätzlich kamen jeweils zehn Futterproben für säugende und tragende Sauen zur Untersuchung. Während in den überprüften Futterrationen lediglich in zwei Fällen geringe Mengen an DON gefunden wurde, konnte in 100% der Blutproben DON nachgewiesen werden. In den untersuchten Urinproben war in 73% der Fälle DON und in 99% der Fälle ZEA nachweisbar. Die vorliegenden Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass der Organismus unserer Zuchtsauen deutlich häufiger mit Mykotoxinen belastet ist, als die orientierende Untersuchung fertiger Futtermischungen vermuten lässt. Sowohl DON als auch ZEA können bereits dem Fetus Schaden zufügen, wobei DON eine besondere Rolle in der Entstehung des Entzündungs- und Nekrosesyndrom des Schweines (SINS) zugesprochen wird. SINS wird als Auslöser für Ohr-, Schwanz- und Ballennekrosen betrachtet. Die deutliche Diskrepanz in der Häufigkeit von DON- und ZEA- Nachweisen zwischen Futtermischungen und den biologischen Substraten Blut und Urin weisen auf die Bedeutung erweiterter Untersuchungsmethoden im Tier und in Futtermitteln hin. Sie können Teil eines umfangreichen Mykotoxinmanagement sein, in welchem unterschiedliche Disziplinen gemeinsam daran arbeiten, die zunehmende Bedrohung der Gesundheit und der Leistungsfähigkeit unserer Schweine zu beherrschen. Autor: Dr. Christian Melzig, Quelle: Schweineprofi Bayern S. 20-24
Dysenterie: Tierwohlställe besonders gefährdet. 2025. Der Umbau hin zu tierwohlgerechten Ställen bringt Herausforderungen mit sich. So lassen sich Ställe mit Ausläufen praktisch nie vollständig frei von Ratten und Mäusen halten. Diese gelten als häufiger Überträger der Dysenterie, einer Erkrankung, die mit blutigem Durchfall einhergehen kann. In den letzten Jahren tritt Dysenterie vermehr auf. Vor dem Verbot des Desinfektionsmittels Alzogur in der EU konnte der Erregerdruck sehr gut gebremst werden. Durch seinen Wegfall und das Fehlen von effektiven Impfstoffen kommt es zu Problemen in der Tiergesundheit und der Notwendigkeit mehr zu behandeln. Die Problematik und die Schwierigkeiten für die Gesunderhaltung der Tierbestände werden von den Autoren diskutiert. Autor: Dr. Anja Rostalski & Dr. Silke Hauff. Quelle: SUS Ausgabe 4/25 Seite 38-40
Mykotoxine: Nachweis im Blut und Urin möglich. 2025. Der Klimawandel begünstigt den Schimmelpilzbefall von Getreide, was zu einer steigenden Belastung durch Mykotoxine wie Deoxynivalenol (DON) und Zearalenon (ZEA) führt. Diese Stoffe gefährden die Gesundheit und Leistung von Schweinen erheblich, indem sie Verdauungsprobleme, Entzündungen, Fruchtbarkeitsstörungen und Nekrosen verursachen können.Diese bayerische Studie zeigte, dass Mykotoxine im Blut und Urin von Schweinen nachweisbar sind, selbst wenn Futterproben keine oder nur geringe Belastungen aufweisen. Besonders Urinproben eignen sich für eine einfache und zuverlässige Untersuchung. Um die Risiken zu minimieren, ist ein umfassendes Mykotoxinmanagement erforderlich, das die Untersuchung von Futtermitteln, Einstreu und biologischen Proben einschließt. Erweiterte Diagnostik und interdisziplinäre Ansätze sind entscheidend, um die Auswirkungen von Mykotoxinen auf die Schweineproduktion zu kontrollieren und die Tiergesundheit zu schützen. Autor: Dr. Christian Melzig, Quelle: SUS Ausgabe 4/25, August/September 2025, H 11942, Seite 46-49
Jungsauenmanagement – Was ist zu beachten? Jungsauen müssen optimal auf ihre Aufgabe vorbereitet werden, damit sie möglichst lange gute Leistungen im Bestand bringen können. Neben guter Genetik und spezieller Fütterung ist der freundliche Umgang, die Freiheit von Parasiten sowie die rechtzeitige Eingliederung in das bestandseigene Schutzimpfungs-konzept essentiell. Autor: Dr. Christian Melzig, Quelle: Schweineprofi Bayern, Sommer 2025, S. 12-15.
Zinkmangel ist gar nicht so selten. 2025. Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das für den Stoffwechsel, die Immunaktivität und den Proteinumsatz von Schweinen unverzichtbar ist. In der modernen Schweinehaltung wird jedoch vermehrt Zinkmangel beobachtet, insbesondere seit der Einführung nährstoffreduzierter Fütterungskonzepte. Hauptursachen sind die vegane Fütterung mit phytinsäurereichen Futtermitteln, hohe Eisengehalte im Futter und unzureichende Mischprotokolle bei der Futterzubereitung. Ein Zinkmangel äußert sich zunächst subklinisch durch Verdauungsprobleme, Zellstress und eine eingeschränkte Immunaktivität. Klinische Symptome wie Wachstumsstörungen, Fruchtbarkeitsprobleme, Hautveränderungen und Verhaltensauffälligkeiten treten erst bei erschöpften Zinkreserven auf. Hautprobleme durch Zinkmangel beginnen typischerweise an den Extremitäten und sind nicht mit Juckreiz verbunden, was sie von anderen Erkrankungen wie Räude unterscheidet. Um Zinkmangel vorzubeugen, sollten Landwirte regelmäßige Futteranalysen durchführen, die Futterzusammensetzung optimieren und auf eine homogene Mischung achten. Der Einsatz von exogenen Phytasezusätzen kann die Zinkaufnahme verbessern. Zudem ist eine Modernisierung der Fütterungstechnik notwendig, um eine präzise und gleichmäßige Versorgung der Tiere zu gewährleisten. Die Problematik des Zinkmangels erfordert eine kontinuierliche Datenerhebung und Anpassung der Fütterungspraktiken, um die Gesundheit und Leistung der Tiere langfristig zu sichern. Autor: Dr. Lars Dettmar und Daniel Brugger Quelle: DLG, Ausgabe H 4778,8/2025, Seite 64-67
ASP. Biosicherheit ist der einzige Schutz. 2025. Bei einem Seminar zum Thema ASP gab Dr. Anja Rostalski vom TGD Tipps wie man seinen Betrieb vor einem möglichen Eintrag schützen kann. Autor: Rostalski Quelle: BLW
Fütterungsbedingten Mängeln auf der Spur. 2023-2024. Hinter Gesundheitsproblemen im Stall können Mangelerscheinungen bei der Fütterung stecken. Welche Mangelerscheinungen bzw. Risikofaktoren bei den verschiedenen Elementen zu sehen sind, können Sie in unserer Serie nachlesen: Spurenelemente; Zink; Kupfer; Mangan; Eisen; Jod und Selen Autoren: Brugger & Dettmar Quelle: Landwirt
Mykotoxingehalt und mikrobiologische Qualität von Schweinefutter. Mykotoxine sind Giftstoffe, die von niederen Pilzen als Stoffwechselprodukte gebildet und an die Umwelt abgegeben werden. Ergebnisse von Futterufür Bayern aus: 2024, 2023, 2022, 2021; 2020; 2019; 2017; 2016; 2015; 2014
Tiergesundheit und Fitness bei Schweinen: Immer wachsam bleiben! 2023. Eine gute Gesundheit ist unbestritten die Grundlage für das Wohlbefinden von Mensch und Tier. Mehr dazu gibt es bei www.der-hoftierarzt.de Autor: Rostalski Quelle: Der Hoftierarzt
Aktuelles vom TGD. 2023. Auch imJahr 2023 können Schweinehalter in Bayern wieder von den staatlich geförderten Besuchen im Rahmen der Projekte des SGD zur Verbesserung der Tiergesundheit profitieren. Autor: Rostalski Quelle: Der Schweineprofi
Umdenken in Deutschland. 2022. Vor eineinhalb Jahren wurde die betäubungslose Kastration von Ferkeln verboten. In Frankreich sind seit Jahresbeginn Lokalanästhetika erlaubt, während man in Deutschland auf die Ergebnisse einer Münchner Studie wartet. Tut sich was? Autor: Rostalski Quelle: BLW
Ein gutes Hygienekonzept ist die beste Waffe. 2022. ASP bei Haus- und Wildschweinen in Deutschland – was Bayerns Schweinehalter tun können finden Sie im Artikel. Autor: Rostalski Quelle: Ringintern
Schwanzbeißen - von Anfang an gegensteuern. 2022. Den Schwanz einfach mal dran lassen – das funktioniert mit guter Vorbereitung deutlich besser. Wer in den Kupierverzicht einsteigt, sollte im Vorfeld seinen Betrieb auf den Prüfstand stellen und Risiken von Anfang an entschärfen. Eine gute Vorbereitung verhindert so manches verletze Tier. Autor: Schiele Quelle: Der Schweineprofi
Den eigenen Bestand vor ASP schützen. 2020. Die aktuellen Berichte zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) aus europäischen Nachbarländern und vielen asiatischen Ländern zeigen, wie wichtig es für schweinehaltenden Betriebe ist, ihre Bestände vor Seucheneintritten zu schützen. Vor allem von Polen aus breitet sich die ASP in Wildschweinbeständen immer weiter in Richtung Deutschland aus. Welche Biosicherheitsmaßnahmen zum Schutz des eigenen Bestandes besonders sorgfältig ausgeführt werden sollten, werden erläutert. Autor: Dautzenberg Quelle: Landwirtschaftliches Wochenblatt, Hessenbauer, Pfälzer Bauer, Der Landbote
Gesundheit überprüfen. 2019. Schwanzbeißen hat viele Ursachen. Um es zu vermeiden sollte im Rahmen der eigenbetrieblichen Risikoanalyse auch der Gesundheitsstatus überwacht werden. Autor: Rostalski Quelle: BLW
Keimcocktail vermeiden. 2019. Wasser ist für jedes Lebewesen das wichtigste und preisgünstigste Lebensmittel überhaupt. Ein Schwein nimmt pro Kilogamm Futter etwa 2-5 Liter Wasser auf. Aber nur, wenn es sauber und wohlschmeckend ist. Autor: Kunert Quelle: Hygienemanager
Die Gesundheit im Stall beurteilen. 2019. Jeder Tierhalter ist verpflichtet, die Gesundheit seiner Tiere regelmäßig zu prüfen. Derzeit gibt es noch keine Vorgaben, auf was man dabei zu achten hat finden sich auf Seite 1 und Seite 2. Autor: Kunert Quelle: BLW
Aujesky'sche Krankheit - die unterschätzte Gefahr. 2017. Seit 2003 gilt Deutschland innehalb Europas als anerkannt AK-frei (AK = Aujesky'sche Krankheit) nachdem in den 90er Jahres des vergangengen Jahrhunderts ein aufwändisges, aber erfolgreiches staatliches Bekämpfungsprogramm in sämtlichen Hausschweinehaltungen initiiert wurde. So weit, so gut. Die wildlebenden Verwandten unserer Hausscheine konnten sich allerdings sämtlichen Sanierungsmaßnahmen entziehen. Ihre Population entwickelte sich prächtig dank guter Umweltbedingungen, und spätestens nach den ersten Todesfällen von Jagdhunden in 2009, die Kontakt zu Kadavern infizierter Wildschweine hatten, kam die AK wieder in das Bewusstsein zurück. Autor: Rostalksi Quelle: Tiergesundheit aktuell
