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tiergesundheitsdienst bayern e.V.

Kompe­tenz und Erfah­rung in Tier­gesund­heit und Lebens­mittel­sicher­heit

Bienen - Informationen

Die folgenden Artikel enthalten diverse Informationen über Imkerei, Bienenkrankheiten, Rückstandsbelastungen in Bienenprodukten sowie Informationen und das Leistungsspektrum des Bienengesundheitsdienstes.

Futterkranzproben: Keine Aussagekraft bei Massentracht

Datum: 06.05.2021   Autor: A. Schierling

In vielen Regionen Bayerns blühen bereits die Obstbäume und Rapsfelder. Aufgrund der nun herrschenden Massentracht wird täglich eine große Menge Futter in die Bienenvölker eingetragen. Werden unter diesen Bedingungen Futterkranzproben gezogen, so handelt es sich vielfach um frisch eingetragenen Nektar. In frischem Nektar sind keine Sporen des Erregers der AFB zu erwarten. Sollten sich in den Völkern doch geringe Sporen-Mengen befinden, so kommt es zu starken Verdünnungseffekten und deshalb reduzierter Nachweisbarkeit des Erregers. Folglich sind Futterkranzanalysen, in denen keine Sporen feststellbar sind, kaum aussagekräftig. Von Ziehung von Futterkranzproben bei herrschender Massentracht wird deshalb abgeraten, bis sich das Trachtangebot in der Natur wieder reduziert hat.

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Infektionen von Bienenvölkern mit dem Chronische-Bienenparalyse-Virus (CBPV)

Datum: 31.03.2021   Autor: A. Schierling

Die Chronische Bienenparalyse ist eine Viruserkrankung der Honigbiene, die in den Jahren 2019 und 2020 vermehrt in deutschen Imkereien aufgetreten ist. Bei betroffenen Bienenvölkern können meist flugunfähige, zitternde Arbeiterinnen beobachtet werden, die durch einen mehr oder weniger starken Verlust der Behaarung auf dem Bruststück und dem Hinterleib dunkel erscheinen. Infizierte Bienen sterben meist rasch ab, was zu starkem Totenfall führen kann.
Videos von Bienen mit typischen Symptomen einer CBPV-Infektion sind im Suplementary Material des frei zugänglichen Artikels "Overt Infection with Chronic Bee Paralysis Virus (CBPV) in Two Honey Bee Colonies" von Dittes et al. (2020) enthalten (ZIP-Datei zum Download). Weitere Videos zu CBPV sind auf der Homepage des Freundeskreises des Instituts für Bienenkunde und Imkerei verfügbar.
Da CBPV-Infektionen leicht mit weiteren Erscheinungen an Bienenvölkern verwechselt werden können („Waldtrachtkrankheit“, Bienenvergiftungen etc.), wird bei der Feststellung verdächtiger Symptome dringend eine labordiagnostische Abklärung empfohlen. Für Imkernde mit Wohnsitz in Bayern ist die virologische Analyse von Bienenproben beim Bienengesundheitsdienst kostenfrei (Förderung aus Mitteln des Freistaats Bayern durch das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten). Zur Einsendung von Proben beachten Sie bitte das Merkblatt zur Untersuchung von Bienenvirosen in der Rubrik Merkblätter zu Laboruntersuchungen beim BGD.

Zur Therapie von CBPV-Infektionen werden verschiedene imkerliche Maßnahmen diskutiert, die alle das Ziel haben, infizierte Bienen aus betroffenen Völkern zu entfernen. Die Effektivität dieser Maßnahmen ist jedoch bislang nicht wissenschaftlich geprüft. Im Projekt Prüfung der Wirksamkeit imkerlicher Maßnahmen zur Therapie klinischer CBPV-Infektionen soll dies nun erfolgen. Sollten Sie Symptome einer CBPV-Infektion an Ihren Völkern feststellen, würden wir uns über eine Beteiligung am genannten Projekt freuen.

Weitere Informationen zu Bienenvirosen inkl. CBPV sind in den Artikeln im Beitrag Wichtige Erkrankungen der Honigbiene zu finden.

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Notfallzulassung Cruiser 600 FS: Saatgutbeizung bei Zuckerrüben - kostenfreie Honiganalyse

Datum: 19.03.2021   Autor: A. Schierling

Mit dem Zulassungsbescheid vom 23.12.2020 hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die Beizung von Zuckerrübensaatgut mit dem Pflanzenschutzmittel "Cruiser 600 FS" (Wirkstoff Thiamethoxam) per Notfallzulassung genehmigt. Hintergrund ist ein starkes Auftreten von Pflanzenviren (Vergilbungsvirus) übertragenden Blattläusen in 2020, das erhebliche Ertragsverluste zur Folge hatte. Das gebeizte Saatgut darf nur unter strengsten Auflagen in vorab definierten Regionen in Franken ausgebracht werden. Die Bienensachverständigen in den betroffenen Regionen werden von Südzucker über die Aussaat informiert. Potentielle Auswirkungen des Wirkstoffeinsatzes auf Honigbienen werden durch das Institut für Bienenkunde und Imkerei überwacht. Weiterführende Informationen finden Sie hier: Bayer. Landesanstalt für Landwirtschaft

Zusätzlich zu den gesetzlichen Regelungen hat das Bayerische Staatministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) festgelegt, dass Imkernde aus den betroffenen Regionen eine vollständig aus Fördermitteln des Freistaates Bayern finanzierte (d.h. kostenfreie) Analyse ihres Honigs auf Rückstände von Neonicotinoiden inklusive Thiamethoxam beim TGD Bayern e.V. durchführen lassen können.

Für die geförderte Analyse ist ein gesonderter Untersuchungsantrag erforderlich, auf dem die Auftraggebenden bestätigen müssen, dass sie Bienenvölker in der Umgebung von Feldern, die mit Thiamethoxam gebeiztem Zuckerrüben-Saatgut bestellt wurden (3 km Radius), besitzen und dass der eingesandte Honig von diesen Völkern stammt. Das StMELF behält sich eine mögliche Überprüfung dieser Angaben vor.
Den entsprechenden Untersuchungsantrag finden Sie hier: Untersuchungsantrag Neonicotinoide Zuckerrüben

Information über mit gebeiztem Saatgut bestellte Flächen für Imkernde:
Die Pflanzenschutzdienste der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ansbach, Bayreuth und Würzburg halten Listen über die Flächen vor, auf denen das gebeizte Zuckerrübensaatgut ausgebracht wurde. Diese Listen werden interessierten Imkernden auf Anfrage (am besten per Mail) zur Verfügung gestellt. Die folgenden Links führen Sie direkt zu den Kontakt-Seiten der genannten Ämter:


Probenmaterial:
Bitte senden Sie für die Analyse mindestens 100 g Honig in einem sauberen, dicht schließenden Gefäß (vorzugsweise Honigglas oder Probenbecher) ein. Die Konsistenz des Honigs ist unerheblich.

Bitte beachten Sie:
Die vollständige Kostenübernahme ist auf eine Honigprobe pro Imkerin oder Imker in 2021 beschränkt. Der Wohnsitz der Einsendenden muss in Bayern liegen. Die geförderte Analyse kann nur beim TGD Bayern e.V. erfolgen.
In wie weit das Programm in 2022 fortgesetzt wird, wird in Abhängigkeit der Ergebnisse der Analysen der Proben aus 2021 entschieden.

Verhalten bei Vergiftungserscheinungen an Bienenvölkern:
Um den Kontakt von Bestäuberinsekten mit dem Wirkstoff Thiamethoxam im Zusammenhang mit der Aussaat des gebeizten Saatguts zu verhindern, erfolgen umfangreiche Risikominimierungsmaßnahmen. Sollten Sie dennoch Vergiftungserscheinungen an Bienenvölkern feststellen, kontaktieren Sie bitte zeitnah ihren Bienensachverständigen und informieren Sie sich hier über das weitere Vorgehen: Untersuchungsstelle für Bienenvergiftungen - Was tun im Schadensfall


Titelbild: Gilles San Martin unter CC BY-SA 2.0

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Bienengesundheitsdienst: Laufende und geplante Projekte

Datum: 31.03.2021   Autor: A. Schierling

Neben den allen Imkerinnen und Imkern Bayerns gefördert zur Verfügung stehenden Routineanalysen führt der BGD mitunter auch Untersuchungen innerhalb speziell aufgelegter Projekte durch. Hierunter fallen z.B. Monitorings zu Bienenkrankheiten oder Rückständen in Bienenprodukten sowie die Klärung neu auftretender Fragestellungen. Unabhängig von Probenmaterial oder Untersuchungsmethode werden die anfallenden Analysekosten i.d.R. vollständig durch Fördermittel gedeckt.
Entsprechende Projekte werden in diesem Beitrag angekündigt. Imkerinnen und Imker können sich nach der Ankündigung der Projekte um die Teilnahme bewerben. Die Teilnehmenden werden anschließend durch den BGD ausgewählt. Den Entscheidungen liegen hierbei primär die Erfüllung vorab definierter Voraussetzungen durch die Interessierten und der Zeitpunkt der Bewerbung zugrunde. Ist die Maximalzahl an Teilnehmenden erreicht, können auch keine weiteren Imkernden mehr für das Projekt berücksichtigt werden.
Die Finanzierung der Analysen für die gelisteten Projekte erfolgt mit Fördermitteln des Freistaates Bayern über das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Die Projektteilnahme ist deshalb Imkernden mit Wohnsitz in Bayern vorbehalten.

Hinweis:
Für Voranmeldungen von Proben und Bewerbungen um eine Projektteilnahme müssen unter Umständen personenbezogene Daten von Interessenten erhoben und gespeichert werden. Bitte nehmen Sie hierzu vor der Kontaktaufnahme unsere Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

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Staatliche Förderung für Analysen beim Bienengesundheitsdienst

Datum: 23.03.2020   Autor: A. Schierling

Die Analysen des Bienengesundheitsdienstes werden durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit Mitteln des Freistaates Bayern gefördert. Vorbehaltlich vorhandener Mittel im Jahresbudget können einige Analysen vollständig aus Fördermitteln finanziert werden, bei anderen Analysen wird ein geringer Teil der entstehenden Kosten an den Auftraggeber verrechnet (s.u.). Förderberechtigt sind grundsätzlich ausschließlich Imkerinnen und Imker mit Wohnsitz in Bayern.
Das Jahresbudget des BGD wird gegen Ende des jeweiligen Vorjahres festgelegt. Sind alle Fördermittel des laufenden Jahres aufgebraucht, so sind auch keine geförderten Analysen mehr möglich. Wenn absehbar wird, dass das verfügbare Förderbudget nicht bis zum Jahresende reichen könnte, so wird der BGD über die Imkerverbände und auf der Homepage des TGD Bayern e.V. darüber informieren.

Bitte beachten Sie:
Da die Förderung durch den BGD verwaltet wird, können ausschließlich über den BGD veranlasste Analysen bezuschusst werden. Senden Sie Ihre Proben deshalb bitte immer zum BGD ein, wenn Sie die Förderung in Anspruch nehmen möchten. An anderen Instituten oder bei Unternehmen in Auftrag gegebene Untersuchungen können nicht nachträglich gefördert werden.

Bitte halten Sie sich bei allen Einsendungen genau an die im jeweiligen Merkblatt beschriebenen Anweisungen und geben Sie alle geforderten Informationen auf dem Untersuchungsantrag an.

Im Folgenden sind die beim BGD möglichen Analysen inkl. der entsprechenden Möglichkeiten der Förderung gelistet. Bei Unklarheiten zu Probenkontingenten, Förderbudget oder den Förderbedingungen sowie bei weiteren Fragen nehmen Sie bitte noch vor der Probeneinsendung Kontakt zum dem BGD auf.

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Wichtige Erkrankungen der Honigbiene: Symptome und Gegenmaßnahmen

Datum: 17.03.2020   Autor: A. Schierling

Honigbienen können an unterschiedlichsten Erkrankungen leiden, die sich auf vielfältige Weise äußern. Für die erfolgreiche Bienenhaltung ist es unerlässlich, Krankheitserscheinungen an den betreuten Bienenvölkern zu erkennen und die passenden Gegenmaßnahmen einzuleiten. Der BGD steht der Imkerschaft Bayerns hierbei mit Beratung und Labordiagnostik von Bienenkrankheiten zur Verfügung.

In den folgenden Beiträgen sind die wichtigsten Symptome, Krankheitsverläufe und Gegenmaßnahmen zu Erkrankungen unserer Honigbienen beschrieben. Zur Probeneinsendung beachten Sie bitte die zur Verfügung stehenden Merkblätter.

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Themenkomplex Rückstände: Belastungen von Bienenvölkern und -produkten

Datum: 19.03.2020   Autor: A. Schierling

Bienenvölker stehen in intensivem Austausch mit ihrer Umwelt, was in vielen Fällen eine Belastung durch anthropogene Schadstoffe zur Folge hat. Als Schadstoffe aus Sicht der Bienen sind primär Wirkstoffe aus der Varroa-Bekämpfung anzuführen. Aber auch Pflanzenschutzmittel und Umweltgifte wie Schwermetalle o.ä. können Bienen schädigen und Bienenprodukte kontaminieren. Das Ausmaß der Belastung und die Identität der rückstandsbildenden Verbindungen lassen sich durch spurenanalytische Untersuchung von Bienenprodukten ermitteln.
Die Rückstandsanalysen in Bienenprodukten werden für die bayerische Imkerschaft intensiv mit Mitteln des Freistaates gefördert. Weitere Hinweise zu Fördervoraussetzungen etc. sind den entspr. Beiträgen im Bereich Informationen zu entnehmen.

In den hier gelisteten Artikeln sind die derzeitigen Kenntnisse zur Rückstandsbildung, deren Konsequenzen sowie Strategien zur Rückstandsvermeidung zusammengefasst. Detaillierte Jahres- oder Projektberichte zu den Analysen finden Sie in der Rubrik Fachbeiträge oder als Link am Ende dieses Beitragskomplexes.

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Themenkomplex Honigqualität und Sortenauslobung

Datum: 02.04.2020   Autor: A. Schierling

In Deutschland vermarkteter Honig muss gewissen Qualitätsanforderungen entsprechen. Die Minimalanforderungen sind in der Deutschen Honigverordnung (HonigV) festgelegt und definieren wie Honig grundsätzlich beschaffen sein muss. Die Eigentümer bestimmter Warenzeichen (z.B. DIB-Einheitsglas mit Etikett und Deckeleinlage) stellen weitere Anforderungen, die über die der HonigV hinaus gehen.
Werden Sortenbezeichnungen auf dem Etikett genannt (Waldhonig, Lindenhonig etc.), so muss der Honig auch nachweislich die sortentypischen Eigenschaften wie z.B. Pollenspektrum, Geschmack/Geruch etc. aufweisen. Auch diese sind in der HonigV bzw. den Leitsätzen für Honig und den Regelungen der Warenzeichen-Eigentümer definiert.

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Themenkomplex Amerikanische Faulbrut: Monitoring, Bekämpfung und weitere Informationen

Datum: 16.03.2020   Autor: A. Schierling

Die Amerikanische Faulbrut (AFB) ist eine ansteckende, anzeigepflichtige Tierseuche, die eine ernstzunehmende Bedrohung für Bienenvölker darstellt. Nehmen Bienen-Larven Sporen des Erregers auf, so vermehrt sich das Bakterium zunächst im Darm der Larven. Einige Tage später durchbrechen die Erreger die Darmwand und töten die Larve durch Besiedelung der Leibeshöhle der ab. Die toten Larven werden vollständig zersetzt. Die Larvenüberreste enthalten dann Millionen neuer Sporen.
Die Sporen sind stabil gegenüber hohen und tiefen Temperaturen sowie vielen chemischen Desinfektionsmitteln. In Honig können sie bis zu 10, in den eingetrockneten Schorfen verendeter Larven problemlos Jahrzehnte lang infektiös bleiben.
Befinden sich Sporenquellen im Umfeld von Bienenvölkern, so werden diese angeflogen und Sporen ins Heimatvolk eingetragen. Dies ist nicht zu verhindern, weshalb es auch nicht möglich ist Infektionen zu vermeiden. Durchaus möglich ist jedoch die Feststellung eines Sporeneintrages noch vor dem klinischen Ausbruch der Seuche mittels bakteriologischer Untersuchung von Futterkranzproben. Bei frühzeitiger Feststellung ist eine Sanierung der betroffenen Völker problemlos möglich, wohingegen Völker mit klinischem Ausbruch der AFB i.d.R. abgetötet werden müssen. Weiterhin muss im letzteren Fall ein Sperrbezirk mit erheblichen Restriktionen für die betroffenen ausgerufen werden. Bei einem Labornachweis des Erregers ohne klinische Symptome im Bienenvolk erfolgt dies nicht.

Eine umfassende Beschreibung von Symptomen und Biologie der AFB steht im Artikel zu Bakteriellen Infektionen im Bereich Bienenkrankheiten: Symptome und Gegenmaßnahmen zur Verfügung. Berichte zu den Ergebnissen des AFB-Monitorings ab 2017 finden Sie in der Rubrik Fachbeiträge oder am Ende dieses Themenkomplexes.

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Vorträge des Bienengesundheitsdienstes

Datum: 12.02.2020   Autor: A. Schierling

Der Bienengesundheitsdienst steht der bayrischen Imkerschaft in Person von Dr. Andreas Schierling als Referent auf Vereinsversammlungen o.ä. gerne zur Verfügung. Aufgrund der großen Nachfrage nach Vorträgen und diverser weiterer terminlicher Verpflichtungen ist jedoch ein gewisses Management der Veranstaltungstermine notwendig geworden.
Wenn Sie bzw. Ihr Verein/Verband Interesse an einem Besuch mit Vortrag von Dr. Schierling im Jahr 2021 haben, so bitten wir Sie das unten angehängte Terminanfrageformular auszufüllen und bis spätestens 01.10.2020 an den BGD zurückzusenden (per Mail, Fax oder postalisch). Versuchen Sie bitte in dem Formular alle Felder auszufüllen, zu denen im Vorfeld Angaben gemacht werden können (v.a. gewünschtes Datum und erwartete Personenzahl). Weitere Daten können nachgereicht werden, sobald bekannt.
Wir werden die eingehenden Terminanfragen sammeln und versuchen so viele Anfragen wie möglich zu berücksichtigen. Sobald die interne Terminorganisation abgeschlossen ist, werden die Terminanfragen beantwortet.

Wir bitten um Verständnis, dass nur fristgerecht eingereichte Anfragen mit vorliegendem Terminanfrageformular berücksichtigt werden können.

Formular im pdf-Format (ausfüllbar): Terminanfrage für Veranstaltungen

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Staatliche Fachberatung für Bienenzucht

Datum: 16.03.2020   Autor: A. Schierling

Die staatliche Fachberatung für Bienenzucht besteht aus hervorragend ausgebildeten Berater*innen mit umfassendem Fachwissen zur Imkerei. Für jeden bayerischen Regierungsbezirk existiert mindestens ein*e Fachberater*in, die u.a. allen Bienenhalter*innen zur Beantwortung von Fragen sowie individueller Problemlösungen rund um die Imkerei zur Verfügung stehen.
Die staatliche Fachberatung für Bienenzucht in Bayern wird zentral vom Institut für Bienenkunde und Imkerei an der LWG Veitshöchheim koordiniert (Ausnahme Bezirk Oberbayern). Kontaktinformationen zur für Sie zuständigen Beratungsstelle finden Sie hier.

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Gesetzlich geregelte Spezialfälle: Bienenseuchen

Datum: 22.07.2016   Autor: A. Schierling

Bienenseuchen (Amerikanische Faulbrut, Befall durch den Kleinen Beutenkäfer oder die Tropilaelaps-Milbe)

Besteht der Verdacht auf den Ausbruch einer Bienenseuche im Sinne der Bienenseuchenverordnung, muss die Krankheit unverzüglich dem zuständigen Veterinäramt (Landratsamt oder Stadtverwaltung) angezeigt werden.
Die Untersuchungen am Bienenstand erfolgen dann direkt durch den Amtstierarzt oder eine von ihm beauftragte Person. Hierbei werden in der Regel die ehrenamtlichen Bienensachverständigen (BSV) der Verbände hinzugezogen. Die Laboruntersuchung dieser amtlichen Proben erfolgt beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Oberschleißheim.
Informationen zu den anzeigepflichtigen Bienenseuchen finden Sie im Beitrag Bienenkrankheiten.

Weitere Informationen:

  • Informationen zur Bekämpfung der Amerikanischen Faulbrut und weiterer Bienenseuchen (Kleiner Beutenkäfer, Tropilaelaps-Milbe) des Friedrich Löffler-Instituts: Bienenkrankheiten FLI

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Gesetzlich geregelte Spezialfälle: Bienenvergiftung

Datum: 22.07.2016   Autor: A. Schierling

Besonderheiten bei Bienenvergiftungen (Bienenschutzverordnung)

Bienenvergiftungen können beim BGD nicht untersucht werden. Besteht der Verdacht auf eine Bienenvergiftung durch Pflanzenschutzmittel oder Frevel, muss der Untersuchungsauftrag direkt an die Untersuchungsstelle für Bienenvergiftungen (UBieV) des Instituts für Bienenschutz am Julius Kühn-Institut in Braunschweig gerichtet werden. Im Verdachtsfall sollten die Untersuchungen am Bienenstand sowie die Probenziehung unter Zeugen erfolgen.
Zur Analyse von Bienenvergiftungen müssen mindestens 1000 Bienen (ca. 100 g), falls vorhanden mindestens 100 g eventuell besprühten Pflanzenmaterials sowie ein ausgefüllter Untersuchungsantrag des JKI eingesandt werden. Bitte halten Sie sich exakt an die Vorgaben des JKI, um eine aussagekräftige Analyse zu ermöglichen (s.u.).

Neueren Studien zufolge (Schott et al. 2017, Scientific Reports 7, 6288) werden vor allem Neonicotinoide in Bienen rasch abgebaut, und sind dann im Labor des JKI ggf. nicht mehr nachweisbar. Es ist deshalb empfehlenswert die toten/geschädigten Bienen unmittelbar nach deren Auffinden über Nacht in die Tiefkühltruhe zu legen, um eventuell noch vorhandene, Wirkstoff-abbauende Stoffwechselprozesse in den Bienen zu stoppen. Grundsätzlich sollten die gesammelten Bienen immer bis zum Versand an das JKI tiefgekühlt gelagert werden.

Weitere Informationen:


Informationen zu Vergiftungserscheinungen finden Sie auch im Beitrag Bienenkrankheiten.

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