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tiergesundheitsdienst bayern e.V.

Kompe­tenz und Erfah­rung in Tier­gesund­heit und Lebens­mittel­sicher­heit

Kurznachrichten

Prof. Klaus Stöhr zu Gast beim Tiergesundheitsdienst Bayern

Datum: 14.02.2022   Autor: Dr. Andreas Randt

Unter dem Motto: „Wie verlaufen Pandemien und wie gehen sie zu Ende“ fand am 10. Februar 2022 eine Informationsveranstaltung mit interessierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Tiergesundheitsdienstes in Grub statt. Mit großer Freude konnten wir den Virologen und Epidemiologen sowie tierärztlichen Kollegen Herrn Prof. Klaus Stöhr in unserer Mitte begrüßen. Kollege Klaus Stöhr war insgesamt 15 Jahre für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) tätig. Dort leitete er von 2001 bis 2006 das Globale Influenzaprogramm. Im Jahr 2003 war er SARS-Forschungskoordinator.

In seinem Impulsreferat betonte er, wie wichtig es sei, bereits zu Beginn einer Pandemie an dessen Ende zu denken. Viele Maßnahmen müssten darauf abgestellt werden. Am Beispiel der regelmäßig wiederkehrenden Influenza zeigte er anschaulich die Risiken, die Notwendigkeiten, die Maßnahmen und die Möglichkeiten bei einem solchem infektiösen Geschehen.

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Starker Auftritt des Tiergesundheitsdienstes bei dem DVG Vet Congress 2021 in Berlin

Datum: 28.11.2021   Autor: TGD

Beim jährlichen Kongress der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft in Berlin stellten Vertreter unseres Rinder-, Euter- und Bienengesundheitsdienstes neueste Ergebnisse aus ihren Arbeitsbereichen vor. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage wurde der Kongress als Hybrid-Veranstaltung durchgeführt. Dennoch nahmen 1600 TierärztInnen vor Ort (2G) und 800 TierärztInnen online teil.

Die Tierärzte des Rindergesundheitsdienstes berichteten über die Wichtigkeit einer guten Kolostrumsversorgung und der bedarfsangepassten Fütterung, um Kälbererkrankungen vorzubeugen. Hierzu gehörte die Erkenntnis, dass die zusätzliche Eisengabe an Kälber nicht notwendig war, wenn die Kälber ausreichenden Zugang zu Kraftfutter hatten (Poster Eisengabe). Eine weitere praxisnahe Studie zeigte, dass der Selenstatus einer Herde nur bedingt mittels Tankmilchanalyse bestimmt werden kann. Lediglich bei besonders niedrigen oder hohen Selenkonzentrationen war die Tankmilchkonzentration mit der Selenversorgung der Herde korreliert (Poster Selen).

Der Eutergesundheitsdienst stellte die Ergebnisse der Routineuntersuchungen der Viertelgemelksproben zwischen 2015 und 2020 vor. Bei den untersuchten Mastitiserregern traten nur bei einem geringen Anteil Antibiotikaresistenzen auf und dieser Anteil war über die Jahre stabil. Selbst die in den Medien viel diskutierten multiresistenten Staphylococcus aureus (MRSA) werden in Bayern, trotz Screening, weiterhin lediglich vereinzelt nachgewiesen (Poster MRSA). Neben der Eutergesundheit stellt die bakteriologische Belastung („Keimzahl“) der Tankmilch ein Qualitätsmerkmal der Anlieferungsmilch dar. Entgegen bisheriger Lehrmeinung, waren Euterinfektionen eindeutig für die erhöhten Keimzahlen einiger Tankmilchproben aus Problembetrieben verantwortlich. Diese Erkenntnisse verändern, welche Parameter routinemäßig bei der Ursachenforschung von Keimzahlproblemen abgeklärt werden müssen.

Der Bienengesundheitsdienst teilte dem interessierten Fachpublikum die Ergebnisse der durchgeführten Rückstandsuntersuchungen in Bienenprodukten mit. Hier zeigte sich, dass bayerische Bienenwachse vorwiegend mit Varroaziden und Bioziden aus dem Umfeld der Imkerei belastet sind, während sich in bayerischem Blütenpollen und Honig vorwiegend Rückstände von Wirkstoffen aus dem Pflanzenschutz feststellen lassen. In Einzelfällen sind auch hier Varroazide und Biozide zu finden, die auf Wirkstoffübergänge aus kontaminiertem Wachs zurückzuführen sind. Da es sich bei Honig und Pollen um Lebensmittel handelt, müssen Rückstandsbelastungen hier u.a. unter dem Gesichtspunkt der Lebensmittelsicherheit Sicht bewertet werden. Beanstandungen aufgrund zu hoher Wirkstoffgehalte traten jedoch nur äußerst selten auf, weshalb vor allem bayerischer Honig als ein aus Sicht der Rückstandsanalytik sehr sicheres Lebensmittel bezeichnet werden kann.

Die Ergebnisse der Arbeiten des Tiergesundheitsdienstes Bayern e.V. helfen bayerischen Landwirten und Tierärzten die Tiergesundheit und Lebensmittelsicherheit sicherzustellen. Diese praxisnahe Wissensvermittlung durch TGD Mitarbeiter ist Teil der von dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie der Bayerischen Tierseuchenkasse geförderten Globalmaßnahmen.

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Königlicher Besuch beim Tiergesundheitsdienst in Grub

Datum: 26.10.2021   Autor: Dr. Randt

Bei strahlendem Sonnenschein wurden am 14. Oktober die amtierende bayerische Milchkönigin Frau Beatrice Scheitz aus Andechs und die bayerische Milchprinzessin Frau Miriam Weiß aus Betzigau durch den Vorsitzenden des Tiergesundheitsdienstes Bayern e.V. Herrn Michael Häsch und Herrn Dr. Randt in Grub herzlich empfangen. Begleitet wurden die Hoheiten von Frau Claudia Weiß, Geschäftsführerin von milch.bayern und Ihrer Mitarbeiterin Frau Lisa Adler.

Nach einer kurzen Einführung durch Dr. Andreas Randt, Geschäftsführer und tierärztlicher Leiter des TGD, stellte Frau Dr. Huber–Schlenstedt das Labor des Eutergesundheitsdienstes vor. Mit sehr großem Interesse verfolgten die königlichen Hoheiten den Ausführungen über die Möglichkeiten der Diagnostik von Milchproben. Neben den bewährten kulturellen Verfahren zur Bestimmung der Mastitiserreger, kommen im Tiergesundheitsdienst auch modernste Methoden zur Erregerdifferenzierung mittels MALDI-TOF und PCR Verfahren zum Einsatz.

Bei dem anschließenden Besuch im BVD – Labor konnten sich Frau Scheitz und Frau Weiß einen Überblick von der rationalen Probenbearbeitung in einem der modernsten BVD–Labore Europas überzeugen. Frau Dr. Ruckdeschel schilderte detailliert die notwendigen Arbeitsschritte vom Probeneingang über Aufbereitung und Untersuchung bis zur Übertragung der Untersuchungsergebnisse an die HI–Tier.

Von besonderem Interesse war die Kurzvisite in der Sektionshalle des TGD Bayern. Interessiert verfolgten die Hoheiten den Ausführungen von Dr. Schade. Sie erfuhren, dass nur die Sektionen einen umfassenden Einblick in die Krankheitssituation eines Bestandes bieten können. Anschließende Folgeuntersuchungen in den Speziallaboren des TGD bieten die Grundlage einer zielgerichteten Therapie und unterstützen Tierärzte und Landwirte bei Ihrer verantwortungsvollen Arbeit.

Mit den Worten: „Vielen Dank für den interessanten Nachmittag. Wir haben heute viel erfahren und sind beeindruckt, was der bayerische Tiergesundheitsdienst alles für die Milcherzeuger leistet und wie genau die hohe Qualität der Arbeit sichergestellt wird“, verabschiedeten sich die Hoheiten von den Mitarbeitern des Tiergesundheitsdienstes.

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Vorstandswechsel beim Tiergesundheitsdienst Bayern e.V.

Datum: 12.07.2021   Autor: Dr. A. Randt

Die Mitgliederversammlung des TGD Bayern e.V. hat am 06. Juli 2021 Herrn Michael Häsch als neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt.
Nach 17 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit beim Tiergesundheitsdienst Bayern e.V. wurde Herr Walter Heidl als Vorsitzender des Tiergesundheitsdienstes Bayern e.V. abgelöst.
Die Mitgliederversammlung hat den neuen Vorsitzenden des TGD in geheimer, schriftlicher Wahl einstimmig und ohne Enthaltung gewählt. Die Mitgliederversammlung folgte damit dem Vorschlag des scheidenden Vorsitzenden Herrn Walter Heidl.
Mit Walter Heidl geht ein Vorsitzender der 17 Jahre die Geschicke des Vereins kompetent und konsequent vertreten hat. Nahtlos hat er sich in die Reihe von Franz Gerauer, Ernst Senckenberg, Michael Nagelmeier und Josef Kreilinger als Vorsitzender des Tiergesundheitsdienstes eingereiht.
Für seinen unermüdlichen Einsatz für die landwirtschaftlichen Betriebe und den Erhalt der bäuerlichen Selbsthilfeeinrichtungen sei Ihm im Besonderen gedankt.
Herr Michael Häsch ist für den TGD kein Neuling. Seit 2005 ist er im Verwaltungsrat tätig. Er bewirtschaftet in Dietramszell einen Geflügelhof mit Selbstvermarktung und wird sich demnächst den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des TGD persönlich vorstellen.
Wir freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit und wünschen Herrn Michael Häsch alles Gute und viel Erfolg bei der Bewältigung der anstehenden Herausforderungen.

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Zuckerrübensaatgut-Beizung in Franken: Kostenfreie Honiguntersuchung auf Neonicotinoide

Datum: März 2021   Autor: BGD

Für bestimmte Regionen Frankens wurde die Beizung von Zuckerrübensaatgut mit dem Neonicotinoid Thiamethoxam per Notfallzulassung ermöglicht. Imkernde mit Bienenvölkern in der näheren Umgebung entsprechender Zuckerrübenfelder können ihren Honig beim TGD Bayern e. V. kostenfrei auf Neonicotinoide untersuchen lassen. Voraussetzung ist, dass auf diesen Feldern tatsächlich mit Thiamethoxam gebeiztes Saatgut ausgebracht wurde.
Die Rückstandsanalyse wird aus Fördermitteln des Freistaates durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten finanziert. Den vollständigen Artikel incl. des Projekt-spezifischen Untersuchungsantrags und weiterer Informationen finden Sie
hier.

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Übertragung von Milchprobeergebnissen an ProGesund

Datum: 2021   Autor: EGD

Seit einiger Zeit können mikrobiologische Befunde von Viertelgemelksproben direkt vom TGD in die Kuh-Karten von ProGesund Teilnehmern eingespielt werden. Dies erleichtert den Überblick über die Eutergesundheit der Herde und einzelner Kühe ungemein. Um weiterhin den Datenschutz jeder Herde sicherzustellen, müssen ProGesund-Teilnehmer die Übertragung der Euterbefunde explizit bei ProGesund beantragen (Antrag). Sobald der LKV die Datenübertragung freigeschaltet hat, werden anfallende EGD Befunde vom TGD automatisch tagfrisch übertragen.

M.807_ProGesund_Einverständniserklärung_Untersuchung_TGD.pdf 

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Paratuberkulose: Forschungsvorhaben für Bayern

Datum: 31.3.2020   Autor: Dr. I. Lorenz

Der Tiergesundheitsdienst Bayern e. V. wurde mit der Durchführung eines Forschungsprojektes zur Paratuberkulose in Bayern betraut, dass in Kooperation mit milch.bayern durchgeführt wird. Das Projekt wurde durch die gemeinsame Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und milch. bayern ermöglicht. Eine Kurzbeschreibung zum Forschungsvorhaben finden Sie hier.

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Der Tiergesundheitsdienst feiert sein 70 jähriges Bestehen

Datum: 15.07.2019   Autor: TGD

Am Donnerstag den 11.07.2019, haben wir gemeinsam mit der Bayerischen Staatsministerin für Ernährung Landwirtschaft und Forsten, Frau Michaela Kaniber und zahlreichen Gästen aus Landwirtschaft und Politik den feierlichen Festakt zum 70 jährigen Bestehen unseres Vereins, des Tiergesundheitsdienst Bayern e.V. begangen.

Es ist für uns ein Zeichen der Wertschätzung für unsere gemeinsame Arbeit zum Wohle der bayerischen Landwirtschaft, dass so viele Ehrengäste unserer Einladung gefolgt sind. Neben den landwirtschaftlichen Partnern, der Bayerischen Tierseuchenkasse und den landwirtschaftlichen Organisationen und Verbänden, Vertretern der Milch- und Fleischwirtschaft, konnten auch zahlreiche politische Ehrengäste begrüßt werden. Aus dem Europäischen Parlament ist Frau Ulrike Müller zu uns gekommen. Besonders gefreut haben wir uns, dass unser ehemaliger Kollege, Herr Dr. Marcel Huber (MdL) es sich nicht hat nehmen lassen, der Feierstunde beizuwohnen.
In Ihrer Festansprache würdigte Frau Staatsministerin Kaniber die Leistungen des Tiergesundheitsdienstes als wesentliche Stütze der bayerischen Nutztierhalter. Neben den Bemühungen des TGD den Einsatz von antimikrobiellen Substanzen in der Tierhaltung zu reduzieren, lobte Sie unsere Arbeit bei der Bekämpfung von Tierseuchen und dem Engagement bei den aktuellen Fragen zum Tierwohl (schonendes Veröden der Hornanlage bei neugeborenen Kälbern, lokale Betäubung bei der Ferkelkastration).
Der Vorsitzende des TGD, Herr Walter Heidl, betonte in seiner Ansprache die gute Kooperation zwischen den landwirtschaftlichen Selbsthilfeeinrichtungen. Am Beispiel des BVD Verfahrens, welches durch die Wirtschaft selbst getragen wird, zeigte er die Stärken eines Verbundes unserer Selbsthilfeeinrichtungen. In diesem Zusammenhang wurden auch die Verdienste des ehemaligen Geschäftsführers und tierärztlichen Leiters, Herrn Dr. Wittkowski gewürdigt.

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