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tiergesundheitsdienst bayern e.V.

Kompe­tenz und Erfah­rung in Tier­gesund­heit und Lebens­mittel­sicher­heit

Bienen - Informationen

Förderung von Honig- und Pollenanalysen in Bayern

Datum: 08.03.2019   Autor: A. Schierling

Die Honig- und Pollenanalysen beim TGD Bayern e.V. sind für bayerische Imkerinnen und Imker durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gefördert.
Pro Imker/in und Jahr können bis zu drei der auf dem Merkblatt "Einsendung von Honig- und Pollenproben zur Analytik" (s. Rubrik Merkblätter) gelisteten Analysen mit Fördermitteln bezuschusst werden. Der Imkerin/dem Imker steht es hierbei frei, alle drei Analysen in einer einzigen Probe durchführen zu lassen, oder aber die Analysen auf mehrere Proben zu verteilen.

Die Untersuchung dient der Sicherstellung von Qualität und Rückstandsfreiheit von Honig oder Pollen vor dessen Vermarktung. Die anfallenden Kosten für Honig-/Pollenanalysen sind nicht vollständig durch Fördermittel abgedeckt, sondern sind anteilig vom Auftraggeber zu tragen. Für die Förderung sind keine Meldescheine, Einsendefristen oder ein Vorstrecken von Analysekosten notwendig. Sobald eine Honig- oder Pollenprobe beim BGD eingeht, wird die angeforderte Untersuchung veranlasst. Nach Übermittlung der Ergebnisse der Analysen an den Auftraggeber erhält dieser eine Rechnung über den selbst zu tragenden Restbetrag, von dem der durch Fördermittel abgedeckter Anteil bereits abgezogen ist (vorbehaltlich ausreichend verfügbarer Fördermittel im Jahresbudget).

Bitte beachten Sie: Da die Förderung durch den BGD verwaltet wird, können ausschließlich über den BGD veranlasste Analysen bezuschusst werden.
Senden Sie Ihre Proben deshalb bitte immer zum BGD ein, wenn Sie die Förderung in Anspruch nehmen möchten. An anderen Instituten oder bei Unternehmen in Auftrag gegebene Untersuchungen können nicht nachträglich gefördert werden.

Die Liste der geförderten Honiganalysen sowie die Höhe des fälligen Eigenanteils entnehmen Sie bitte unserem Merkblatt zur Rückstandsanalytik und Qualitäts-/Sortenbestimmung von Honig in der Rubrik Merkblätter.

Bitte halten Sie sich genau an die im Merkblatt beschriebenen Anweisungen und geben Sie alle geforderten Informationen auf dem Untersuchungsantrag an.

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Förderung von Wachsanalysen hinsichtlich Verfälschungen und Beimischungen

Datum: 11.01.2017   Autor: A. Schierling

Im Sommer 2016 tauchten mehrfach Mittelwände aus durch Paraffine, Stearin oder Fette gestreckten Bienenwachses in Deutschland auf. Werden Mittelwände aus verfälschtem Bienenwachs in Rähmchen eingelötet und von Bienen zu Waben ausgebaut, so kann es aufgrund der oft geringeren Schmelzpunkte der zugesetzten Wachse zu Stabilitätsverlusten der Waben kommen. Nachdem Honig in die instabilen Waben eingetragen wurde, können diese im oberen Drittel reißen und kollabieren. Die Waben sind zur Honigernte mittels Schleuder nicht mehr verwendbar.
Über die Stabilitätsverluste der Waben hinaus, wurde von Fällen berichtet, in denen neben zugesetzten Wachsen auch signifikante Mengen an Insektiziden und weiteren Wirkstoffen nachweisbar waren. Die für Bienen toxischen Verbindungen          
                                                        verursachten große Schäden an der Bienenbrut, die in Waben mit kontaminierten Mittelwänden aufgezogen wurde.

Der Freistaat Bayern hat sich entschlossen eine Analyse von Bienenwachsproben aus bayerischen Imkereien hinsichtlich Beimischungen und Verfälschungen ab 01.01.2017 zu 100% zu fördern.

Imkerinnen und Imker haben somit im Jahr 2017 die Wahl ihre Wachsprobe ohne Eigenanteil entweder hinsichtlich Rückständen aus Bienenarznei- und Pflanzenschutzmitteln oder hinsichtlich Verfälschungen analysieren zu lassen.

Zur Probeneinsendung beachten Sie bitte die Informationen im bereitgestellten Merkblatt "Einsendung von Wachsproben zu Analytik" (Rubrik Merkblätter).

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Themenkomplex Amerikanischen Faulbrut: AFB-Monitoring und weitere Informationen

Datum: 22.07.2016   Autor: A. Schierling

Die Amerikanische Faulbrut (AFB) ist eine hochansteckende, anzeigepflichtige Tierseuche, die eine ernstzunehmende Bedrohung für Bienenvölker darstellt. Nehmen Bienen-Larven Sporen des Erregers auf, so vermehrt sich das Bakterium zunächst im Darm der Larven. Einige Tage später befallen die Erreger die Leibeshöhle der Larve und töten diese ab. Die toten Larven werden vollständig zersetzt und enthalten dann Milliarden neue Sporen.
Die Sporen sind stabil gegenüber hohen und tiefen Temperaturen sowie vielen chemischen Desinfektionsmitteln. In Honig können sie 3 - 10, in den eingetrockneten Schorfen verendeter Larven problemlos bis zu 30 Jahre lang infektiös bleiben.

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Bienenkrankheiten: Symptome und Gegenmaßnahmen

Datum: 22.07.2016   Autor: A. Schierling

Honigbienen können an unterschiedlichsten Erkrankungen leiden, die sich auf vielfältige Weise äußern. Für die erfolgreiche Bienenhaltung ist es unerlässlich Krankheitserscheinungen an den betreuten Bienenvölkern zu erkennen und die passenden Gegenmaßnahmen einzuleiten. Der BGD steht der Imkerschaft Bayerns hierbei mit Beratung und Labordiagnostik von Bienenkrankheiten zur Verfügung.

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Rückstandsbelastung von Bienenvölkern und Bienenprodukten

Datum: 27.07.2016   Autor: A. Scheirling

Bienenvölker stehen in intensivem Austausch mit ihrer Umwelt, was in vielen Fällen eine Belastung durch anthropogene Schadstoffe zur Folge hat. Als Schadstoffe aus Sicht der Bienen sind primär Wirkstoffe aus Pflanzenschutzmitteln anzuführen, die im landwirtschaftlichen Kulturpflanzenanbau eingesetzt werden. Aber auch Varroa-Behandlungsmittel und Umweltgifte wie beispielsweise Schwermetalle können Bienen schädigen. Das Ausmaß der Belastung und die Identität der schädlichen Verbindungen lassen sich durch eine spurenanalytische Untersuchung von Bienenprodukten ermitteln. Weitere Informationen zum Thema finden Sie im folgenden Artikel:
Rückstandsbelastungen von Bienenprodukten.

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Gesetzlich gereglete Spezialfälle: Bienenseuchen

Datum: 22.07.2016   Autor: A. Schierling

Bienenseuchen (Amerikanische Faulbrut, Befall durch den Kleinen Beutenkäfer oder die Tropilaelaps-Milbe)

Besteht der Verdacht auf den Ausbruch einer Bienenseuche im Sinne der Bienenseuchenverordnung, muss die Krankheit unverzüglich dem zuständigen Veterinäramt (Landratsamt oder Stadtverwaltung) angezeigt werden.
Die Untersuchungen am Bienenstand erfolgen dann direkt durch den Amtstierarzt oder eine von ihm beauftragte Person. Hierbei werden in der Regel die ehrenamtlichen Bienensachverständigen (BSV) der Verbände hinzugezogen. Die Laboruntersuchung dieser amtlichen Proben erfolgt beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Oberschleißheim.


Diagnostik von Bienenkrankheiten am LGL

Bienenseuchenverordnung (BienSeuchV)

Leitlinie zur Bekämpfung der Amerikanischen Faulbrut der Bienen in Deutschland

Informationen zur Bekämpfung der Amerikanischen Faulbrut und weiterer Bienenseuchen (Kleiner Beutenkäfer, Tropilaelaps-Milbe) des Friedrich Löffler-Instituts:
Bienenkrankheiten FLI

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Gesetzlich geregelte Spezialfälle: Bienenvergiftung

Datum: 22.07.2016   Autor: A. Schierling

Besonderheiten bei Bienenvergiftungen (Bienenschutzverordnung)

Bienenvergiftungen können beim BGD nicht untersucht werden. Besteht der Verdacht auf eine Bienenvergiftung durch Pflanzenschutzmittel oder Frevel, muss der Untersuchungsauftrag direkt an die Untersuchungsstelle für Bienenvergiftungen (UBieV) des Instituts für Bienenschutz am Julius Kühn-Institut in Braunschweig gerichtet werden. Im Verdachtsfall sollten die Untersuchungen am Bienenstand sowie die Probenziehung unter Zeugen erfolgen.
Zur Analyse von Bienenvergiftungen müssen mindestens 1000 Bienen (ca. 100g), falls vorhanden mindestens 100g eventuell besprühten Pflanzenmaterials sowie ein ausgefüllter Untersuchungsantrag des JKI eingesandt werden. Bitte halten Sie sich exakt an die Vorgaben des JKI, um eine aussagekräftige Analyse zu ermöglichen (s.u.).

Neuesten Studien zufolge (Schott et al. 2017, Scientific Reports 7, 6288) werden vor allem Neonicotinoide in Bienen sehr schnell abgebaut, so dass diese im Labor des JKI ggf. nicht mehr nachweisbar sind. Es ist deshalb empfehlenswert die toten/geschädigten Bienen unmittelbar nach deren Auffinden über Nacht in die Tiefkühltruhe zu legen, um eventuell noch vorhandene, Wirkstoff-abbauende Stoffwechselprozesse in den Bienen zu stoppen. Grundsätzlich sollten die gesammelten Bienen immer bis zum Versand an das JKI tiefgekühlt gelagert werden.

Handlungsleitfaden zu Bienenschäden durch Pflanzenschutzmittel (Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft)

Handlungsanweisung im Falle eines Vergiftungsverdachts (Julius Kühn-Institut)

Untersuchungsantrag und Merkblatt zu Bienenvergiftungen (Julius Kühn-Institut)

Labor-Anschrift/Kontakt Untersuchungsstelle für Bienenvergiftungen (UBieV) (Julius Kühn-Institut)

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