Rinder
Eutergesundheitsdienst und Milchhygiene
Der Eutergesundheitsdienst ist im Rahmen der Mastitisbekämpfung und -vorbeuge eine diagnostische Schaltstelle im Verbund mit dem Milcherzeuger, der Molkerei und dem betreuenden Tierarzt. Bei einer Überschreitung der geltenden Zellzahlgrenzwerte ist der EGD die gesetzlich beauftragte Untersuchungseinrichtung. Der EGD wird durch den Landwirt bei Problemen zugezogen.
Für die Sanierung und Gesunderhaltung von Problembetrieben wurde ein Vorbeuge- und Sanierungsprogramm entwickelt, das die Milcherzeuger nach Überschreiten der gesetzlich vorgegebenen Normen auffordert, den EGD zur Ermittlung der Ursachen zuzuziehen. Das Verfahren wird vom Land Bayern und der bayerischen Tierseuchenkasse gefördert. Der Milcherzeuger beteiligt sich an den Kosten.
Im Rahmen dieses Programmes wird im Bestand eine Untersuchung der Euter aller Tieren sowie eine Viertelgemelkprobe bei allen laktierenden Kühen durchgeführt. Die Melkanlage wird auf der Basis der DIN- / ISO- Norm überprüft und der Landwirt anschließend im Hinblick auf Melkanlagenmängel, Melkarbeit und Hygiene beraten. Die entnommenen Milchproben werden mikrobiologisch untersucht und die Erreger einer Sensibilitätsprüfung auf Arzneimittel (Resistenztest) unterzogen. Alle erhobenen Befunde werden dem Tierhalter und dem betreuenden Tierarzt, der zusätzlich die Ergebnisse des Resistenztestes erhält, übermittelt.
| Vorbeuge- und Sanierungsprogramm des Eutergesundheitsdienstes |
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Im Bestand:
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Im Labor:
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Milcherzeuger:
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Tierarzt:
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Unfruchtbarkeitsbekämpfung und Zuchthygiene
Der Bekämpfung von Fruchtbarkeitsproblemen insbesondere bei Problemherden und -tieren widmet man sich beim TGD mit einer eigenen Abteilung, die mit spezialisierten Tierärzten Rat und Hilfe bietet. Zu deren Aufgaben gehört auch die gutachterliche Tätigkeit bei Gewährschaften und Exporten, die Überprüfung von Zuchttauglichkeit und die Entwicklung neuer Methoden und Verfahren zur Verbesserung der Fruchtbarkeit. In Zuchtbetrieben wird auch der Embryotransfer angeboten.
Stoffwechsel und Aufzucht
Kälber- und Jungtierkrankheiten sowie Stoffwechselstörungen der Milchkühe stellen oft ernste Herdenprobleme dar. Der TGD legt hier besonderes Gewicht auf die Vorbeugung. Daneben befaßt er sich auch mit den Möglichkeiten der Behandlung erkrankter Tiere. Stallklima und Stallhygiene, Reinigung und Desinfektion, Fütterungstechnik und Rationsgestaltung werden besonders unter die Lupe genommen. Gezielte Untersuchungen von Futter, Milch, Blut, Harn und Kot unterstützen dieses Programm, das auch großflächige Aktionen zur Parasitenbekämpfung einschließt.




