Der Bereich Lebensmittelhygiene
Der Bereich Lebensmittelhygiene hat das Ziel, im Zuge der Sicherung der Qualität der Lebensmittel tierischen Ursprungs die Erzeuger durch entsprechende Beratung bei der Gewinnung hochwertiger Lebensmittel zu unterstützen und den Verbraucher vor gesundheitlichen Risiken zu schützen. Die Schwerpunkte der Arbeit sind
- Untersuchungen auf Rückstände in Lebensmitteln tierischer Herkunft z.B. im Rahmen des Programms "Offene Stalltür",
- Monitoring-Programm zur Früherkennung von Schadstoffbelastungen in der tierischen Erzeugung,
- Erprobung und Entwicklung neuer Methoden der Rückstandsanalytik,
- Hygiene- und Qualitätskontrollen, Entwicklung von HACCP-Konzepten
- Umweltbelastungen.
Die Arbeit steht insbesondere im Zeichen eines systematisch angelegten, auf Bayern ausgerichteten Programms zur Früherkennung von bedenklichen Schadstoffbelastungen in Lebensmitteln tierischer Herkunft (Monitoring-Programm). Die im Vorfeld der amtlichen Lebensmittelüberwachung durchgeführten Untersuchungen umfassen nicht nur Kontrollen der Nutztiere in Erzeugerbetrieben und Schlachtstätten auf Schadstoffe und Radioaktivität nach einem statistisch abgesicherten Stichprobenplan - um im Falle von bedenklichen Belastungen Abhilfemaßnahmen einzuleiten -, sondern auch die Suche nach Kontaminationsquellen sowie die Erprobung und Weiterentwicklung rückstandsanalytischer Routinemethoden. Die Ergebnisse fließen ständig in die Beratung der Landwirtschaft und der Ernährungswirtschaft ein. Die Arbeit hat den Charakter einer Selbstkontrolle in der tierischen Erzeugung. Sie ist primär erzeugerorientiert und dient darüberhinaus auch den Verbraucherinteressen.
Im Rahmen von Qualitätsprogrammen für Lebensmittel (Fleisch, Fisch, Eier) werden vorwiegend im Auftrag der Landwirtschaft die Einhaltung vorgegebener Programmstandards (z.B. hinsichtlich Hygiene und Ethik) in den Bereichen Erzeugung (Stall), Verarbeitung (Schlachthof, Zerlegebetrieb, Produktion) und des Verkaufs (Ladengeschäfte) überprüft.
Der Ernährungswirtschaft steht der Bereich Lebensmittelhygiene außerdem mit hygienischen und lebensmittelchemischen Untersuchungen sowie mit technologischen und rechtlichen Beratungen zur Qualitätssicherung und Produktentwicklung und -kontrolle zur Verfügung.
Außerdem werden Rückstandsnachweisverfahren für die Zulassung von Tierarzneimitteln er- und überarbeitet sowie Verträglichkeit, in-vitro-Wirksamkeit, Ausscheidungskinetik und Rückstandsverhalten entsprechender Wirkstoffe untersucht.




