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tiergesundheitsdienst bayern e.V.

Kompe­tenz und Erfah­rung in Tier­gesund­heit und Lebens­mittel­sicher­heit

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Förderung von Wachsanalysen hinsichtlich Verfälschungen und Beimischungen

Datum: 11.01.2017   Autor: A. Schierling

Im Sommer 2016 tauchten mehrfach Mittelwände aus durch Paraffine, Stearin oder Fette gestreckten Bienenwachses in Deutschland auf. Werden Mittelwände aus verfälschtem Bienenwachs in Rähmchen eingelötet und von Bienen zu Waben ausgebaut, so kann es aufgrund der oft geringeren Schmelzpunkte der zugesetzten Wachse zu Stabilitätsverlusten der Waben kommen. Nachdem Honig in die instabilen Waben eingetragen wurde, können diese im oberen Drittel reißen und kollabieren. Die Waben sind zur Honigernte mittels Schleuder nicht mehr verwendbar.
Über die Stabilitätsverluste der Waben hinaus, wurde von Fällen berichtet, in denen neben zugesetzten Wachsen auch signifikante Mengen an Insektiziden und weiteren Wirkstoffen nachweisbar waren. Die für Bienen toxischen Verbindungen          
                                                        verursachten große Schäden an der Bienenbrut, die in Waben mit kontaminierten Mittelwänden aufgezogen wurde.

Der Freistaat Bayern hat sich entschlossen eine Analyse von Bienenwachsproben aus bayerischen Imkereien hinsichtlich Beimischungen und Verfälschungen ab 01.01.2017 zu 100% zu fördern.

Imkerinnen und Imker haben somit im Jahr 2017 die Wahl ihre Wachsprobe ohne Eigenanteil entweder hinsichtlich Rückständen aus Bienenarznei- und Pflanzenschutzmitteln oder hinsichtlich Verfälschungen analysieren zu lassen.

Zur Probeneinsendung beachten Sie bitte die Informationen in den bereitgestellten Merkblättern.