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tiergesundheitsdienst bayern e.V.

Kompe­tenz und Erfah­rung in Tier­gesund­heit und Lebens­mittel­sicher­heit

Aktuelle Tierkrankheiten

Blauzungenkrankheit - Bereitstellung von Impfstoff durch das Ministerium

Datum: 21.05.2019   Autor: RGD

Wie in einer Pressemeldung letzte Woche bereits angekündigt stellt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbrauerschutz kurzfristig mehrere zehntausend Impfstoffdosen (BTV-8-Impfstoff) für bayerische Betriebe in der Restriktionszone zur Verfügung. Der Tiergesundheitsdienst Bayern wurde beauftragt diese Impfungen durchzuführen. Der Impfstoff ist für dringende Fälle bestimmt, in denen die Nichtverfügbarkeit des Impfstoffes die Verbringung von Kälbern nach der Verschärfung der Verbringungbestimmungen unmöglich machen würde. Eine Übersicht über die aktuellen Regelungen zum Verbringen von Wiederkäuern aus der BTV Restriktionszone finden Sie hier.

Betroffene Tierhalter in der bayerischen Restriktionszone können sich ab sofort für die Durchführung einer solchen Impfung direkt an den Tiergesundheitsdienst Bayern e.V. wenden.

Die Kontaktdaten lauten:
Telefon: 089 / 9091 – 260 oder -291
Fax: 089 / 9091 – 204
E-Mail:

rgd-stw(_AT_)tgd-bayern.de


Die Tierhalter müssen bei diesen Impfungen lediglich die Kosten für die tierärztliche Tätigkeit tragen. Die Impfstoffkosten werden nicht berechnet.

Die Impfung muss durch den Tierhalter in die HIT Datenbank eingegeben werden. Eine Anleitung dazu findet sich hier.

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Braucht man immer Trockensteller?

Datum: 01.04.2019   Autor: EGD & LGL Bayern

Antibiotikaresistenzen, die Tierärztliche Hausapothekenverordnung, Kosten sparen – Argumente,
die für das Selektive Trockenstellen sprechen, gibt es viele. Ausführliche Informationen finden Sie hier.

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Aborte und missgebildete Kälber – die Blauzungenkrankheit ist auch diesmal nicht harmlos

Datum: 26.02.2019   Autor: Dr. Ingrid lorenz

Seit Dezember letzten Jahres ist die Blauzungenkrankheit zurück in Deutschland. Vorher hat sich das Blauzungenvirus vom Typ 8 (BTV-8) bereits seit 2015 in Frankreich ausgebreitet. Dieser Virustyp ist der gleiche, der sich in den Jahren 2006 bis 2008 sehr rasch in Europa verbreitet hat. Damals gab es v. a. bei Schafen, aber auch bei Rindern schwere klinische Erkrankungen. Das Virus scheint sich in den vergangenen Jahren dahingehend verändert zu haben, dass erkennbare klinische Erscheinungen bei den befallenen Tieren weitgehend ausbleiben. Bisher wurden nur bei Schafen milde Krankheitserscheinungen beobachtet. Bei den in Deutschland aufgetretenen Fällen handelt es sich durchweg um klinisch unauffällige Rinder, bei denen das Virus im Rahmen einer Blutuntersuchung nachgewiesen wurde.
Aus Frankreich erreichen uns jetzt allerdings Berichte, dass das Virus mit Bezug auf das ungeborene Kalb durchaus nicht harmlos ist. Hier wurden in den vergangenen Monaten vermehrt lebensschwach und blind geborene Kälber, sowie auch Verwerfensfälle auf die Infektion mit dem BTV-8 zurückgeführt. Häufig ist eine massive Missbildung des Nervensystems bis zum vollständigen Fehlen des Großhirns beteiligt. Ziemlich sicher ist das Virus auch für gehäuft auftretenden embryonalen Fruchttot und dadurch bedingtes Umrindern verantwortlich. Die Blauzungenkrankheit ist also nach wie vor nicht nur ein ärgerliches Handelshindernis sondern auch eine reale gesundheitliche Bedrohung für unsere Bestände.
Es ist davon auszugehen, dass die derzeitigen Virusnachweise noch auf Infektionen im letzten Herbst zurückzuführen sind. Mit einer raschen Weiterverbreitung von BTV-8 ist zu rechnen sobald mit wärmeren Temperaturen der Insektenflug vermehrt einsetzt. Die Schutzimpfung stellt die einzige wirksame Methode dar, die Rinder vor den Folgen einer Infektion zu schützen.

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Blauzungenkrankheit breitet sich in Südwestdeutschland aus - jetzt auch Restriktionszonen in Bayern!

Datum: 22.01.2019   Autor: Dr. I. Lorenz

Bereits seit 2015 kursiert die Blauzungenkrankheit (Virustyp 8) in Frankreich. Wie zu erwarten war, hat es jetzt auch erste Fälle in Deutschland gegeben. Eine aktuelle Übersicht der in Bayern betroffenen Regierungsbezirke, Landkreise und Gemeinden, die fortlaufend aktualisiert werden wird, finden Sie hier. In Deutschland wurde die Impfung bereits seit zwei Jahren empfohlen. Da allerdings nur wenige Betriebe davon Gebrauch machten, haben die Firmen die Impfstoffproduktion gedrosselt, so dass es jetzt Lieferengpässe gibt. Hier finden sie eine aktuelle Stellungnahme der Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet)am Friedrich-Loeffler-Institut.

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Bayerischer Rahmenplan zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP)

Datum: 10.09.2018   Autor: SGD

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz hat aktuell die tierseuchenrechtlichen Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Bayern in Form eines umfassenden Rahmenplans herausgegeben. Darin finden sich die wesentlichen Vorgehensweisen zur Seuchenfrüherkennung, Reduktion der Schwarzwildpopulation, Biosicherheit in Schweinehaltungen bis hin zu Bekämpfungsmaßnahmen und Restriktionsgebieten nach Ausbruch bei Wild- und Hausschweinen.

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